Jessy

Erfahrungsberichte: FSJ/BFD bei der D.I.

FSJ/BFD - Unsere Mitarbeitenden haben sich die Zeit genommen und für euch ihre Erfahrungen verschriftlicht.

 

Wir haben Jessica und Lukas gebeten, über ihre bisherige Zeit zu berichten:

 

Erfahrungsbericht Jessica Bischof

Ich habe letztes Jahr im September meinen BFD bei der Diakonischen Initiative begonnen. Daher kann ich bereits Einiges berichten. Anfangs hatte ich Skepsis bezüglich dessen, dass ich kaum bis gar keine Erfahrung mit Menschen mit Behinderung hatte und bin daher noch vor meinem BFD auf eine Freizeit nach Much, nähe Köln, mitgekommen. Ich wollte in Erfahrung zu bringen, was mich denn das Jahr erwarten würde. Was ich vorweg nehmen kann ist, das bereits nach der 14-tägigen Freizeit klar war, dass ich mich auf ein schönes Jahr freuen kann.

Anfang September wurde ich dann direkt in die Verwaltung eingebunden und wusste daher, wie wichtig es ist, sorgfältig und aufmerksam zu arbeiten, Kalkulations- und Leichtsinnsfehlern aus dem Weg zu gehen. Erste Gruppenangebote verliefen holprig, da ich nicht so recht wusste, wie und wo ich mich einbringen kann, um tatkräftig mitzuhelfen. Glücklicherweise zeigte mir meine damalige Kollegin Viriginia Veglia, wo ich am Besten mit anpacken kann und erklärte mir, wie ich einen Zugang zu unseren TeilnehmerInnen finde. Schnell wurde klar, es macht wirklich viel Spaß! Gemeinsam mit David Schmitz, dem Leiter der Einrichtung, planten und organisierten wir die Veranstaltungen und führten sie durch. Ich gewöhnte mich schnell an unsere TeilnehmerInnen, kannte schon nach kurzer Zeit jeden persönlich und wurde mit ihrer Geschichte vertraut.

Dann kam auch schon das erste Seminar und ich war nervös, so viele neue Menschen auf einmal kennen zu lernen. Doch es kam anders als befürchtet. Ich habe gemerkt dass es mir doch nicht so schwer fällt auf Andere zu zugehen.Schnell wurden Freundschaften geknüpft und ich konnte mich über meine Erfahrungen austauschen. Auf den Seminaren habe ich Vieles über die Hintergründe meines Tuns gelernt und konnte mich reflektieren um mein Agieren zu verbessern. Umgang mit stressigen Situationen, sowie mit Wut oder Trauer oder andere Emotionen, von Seiten der TeilnehmerInnen kann ich nun einschätzen und entsprechend reagieren. Es folgten weitere Seminare und es waren jedes Mal tolle Tage und ich hab mich immer wieder darauf gefreut. Noch heute treffen wir uns in unserer Gruppe häufig und tauschen uns bezüglich unseres weiteren Werdegangs aus.

Es folgte die nächste Herausforderung, denn die Januarfreizeit stand an und ich habe eine Menge Verantwortung erhalten. Doch es war wichtig für mich zu sehen, dass ich das auch durchaus selbstständig angehen kann. Eine Freizeit vorzubereiten und zu wissen, worauf es ankommt und was gebraucht wird. Kalkulationen und Freizeitangebote selbst zu kreieren war eine Erfahrung wert. Die Freizeit verlief perfekt und ich brachte wieder einige Erinnerungen mit.

Durch Corona war unser Programm jedoch nach der Freizeit sehr eingeschränkt und ich konnte leider nicht mehr die Zeit mit den TeilnehmerInnen genießen. Wir haben die Situation mit dem kompletten Team jedoch sehr gut meistern können. Teamgeist und Zusammenhalt sind Werte, die man hier ebenfalls erwirbt und erleben kann. Wir haben gemeinsamen nach alternativen Lösungen gesucht und ich konnte mich kreativ ausleben. Wir haben Onlineprogramme wie ein Pen and Paper Onlinespiel angeboten, sowie Spieleabend über Webcams. Auch unser Sommerprogramm für den August, Sommer Ragazzi, war eine schöne Erfahrung, da wir diese Programm komplett selbständig ins Leben gerufen haben. 

Als es an die Hochschulbewerbung ging, wurde mir schnell klar das ich meinen ursprünglichen Plan nicht mehr weiter verfolgen möchte. Die Zeit in der Diakonischen Initiative hat mir gezeigt, wie wichtig die Arbeit in diesem sozialen Bereich ist. Die offene Eingliederungshilfe hier vor Ort ist unglaublich erfüllend. Daher habe ich mein BFD verlängert und werde kommenden Februar Soziale Arbeit studieren. Ich kann es nur jedem empfehlen ein FSJ oder einen BFD zu machen, um Etwas über sich und seine Persönlichkeit sowie den Umgang mit anderen Menschen zu lernen.

 

 

Erfahrungsbericht Lukas Baier

Hallo, ich bin Lukas Baier, 19 Jahre alt und mache seit Anfang September meinen Bundesfreiwilligendienst hier bei der Diakonischen Initiative Hügelheim. In den Wochen, die ich schon hier sein durfte, konnte ich bereits wertvolle Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung sammeln.


Unsere Teilnehmende haben teilweise körperliche, aber auch teilweise geistige Behinderungen und stammen aus allen Altersgruppen. Ich habe mich schon mit einigen davon unterhalten dürfen, und festgestellt, wie viel Spaß es macht, ihren Geschichten zuzuhören oder sich mit ihnen unterhalten können. Nun kann ich besser über die vermeintlichen Schwächen oder Differenzen anderer Menschen hinwegsehen und sie nehmen, wie sie sind.
Wir haben hier schon einiges unternommen, von Abenteuerreisen mit einem erfahrenen Anleiter über Grillabende und Ausflüge zum Hochblauen, oder einfach nur gemeinsam gemütlich im Gruppenraum sitzen, heiße Schokolade trinken und malen.


Mich bringt mein BFD persönlich weiter, weil ich hier in der DI einen sozialen Dienst an der Gesellschaft leisten kann, der besonders hilfsbedürftigen Menschen zugutekommt, die vielleicht weniger Ausflüge unternehmen können oder sich kaum mit Leuten ähnlicher Schicksale treffen können.
Abschließend kann ich definitiv bestätigen, dass die DI ein wunderbarer Platz ist, um sein FSJ/BFD zu verbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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