Verladen humanitärer Güter, Freiburg (1) Verladen humanitärer Güter, Freiburg (1)

Ukraine: DI beteiligte sich erneut.

Vom 06. Mai bis zum 08. Mai beteiligte sich die Diakonische Initiative an einer Hilfsaktion für 26
Menschen mit teilweise schwerster körperlicher und geistiger Behinderung aus der Ukraine.
Dies ist als Ergebnis aus unserer Zusammenarbeit mit einer ukrainischen Kirchengemeinde aus der
Nähe von Odessa entstanden.

 

 

Wieder wurden Menschen mit Beeinträchtigung in Sicherheit gebracht.

Mitte Mai führte die Diakonische Initiative in Kooperation mit verschiedenen Akteuren einer größere Hilfsaktion für Menschen mit Beeinträchtigung aus Odessa, Ukraine, durch. Der Konvoi der D.I. startete am 08. Mai um 05:00 Uhr früh in Hügelheim. Die Mission: Der Transport von humanitären Gütern an die polnisch-ukrainische Grenze und der Rücktransport von mindestens 18 Menschen mit Beeinträchtigung von dort nach Deutschland. Drei Fahrzeuge der D.I., beladen mit 2,5 Tonnen an Hilfsgütern, machten sich auf die über 6.000km lange Reise. Nach 27 Stunden traf der Konvoi am Checkpoint Medyka, Polen, ein. Hier übergab unser Team die Hilfsgüter an Mitarbeitende von Taxi For Solidarity, welche diese dann über die Grenze nach Lviv überführten. 

Einen Tag vor dem Start des deutschen Konvois, startete die ukrainische Kirchengemeinde in Mykolajiv ihre Fahrt über Odessa, hoch nach Lviv. Dies war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da die Fluchtroute leider durch vorherigen Beschuss russischer Raketen angepasst werden mussten. Als Mykolajiv dann kurz vor dem 09. Mai unter schweren Beschuss geriet und sich eine Ausgangssperre für die Bevölkerung abzeichnete, musste der ukrainische Konvoi früher starten!

Am 09. Mai trafen dann die Geflüchteten aus der Ukraine am Grenzübergang Medyka auf den Konvoi der Diakonischen Initiative, wurden zu den Fahrzeugen gebracht und dann in sichere Häfen in Deutschland transportiert. Hierbei stellte sich heraus, dass nur 16 Personen es zum Treffpunkt geschafft hatten. Die übrigen Familien wurden von dem Konvoi in der Ukraine getrennt und machten sich auf eigene Faust in Richtung Deutschland. Der Kontakt zu der Diakonischen Initiative wurde hierbei durch Kommunikationsmittel der Sozialen Medien gehalten. Durch die Vermittlung des Diakonischen Werks in Baden konnte für alle Insassen des Konvois in langfristige Pflegeeinrichtungen oder Wohnmöglichkeiten mit Anschluss an eine Begleitung untergebracht werden. Gleichzeitig stellte sich bei den Nachzüglern heraus, dass die eigentliche Anzahl höher als geplant war. Alle Personen kamen unbeschadet in Deutschland an und wurden auf Unterbringungen verteilt.

Insgesamt wurden hier 26 Personen aus dem Kriegsgebiet gerettet und in Deutschland untergebracht.

Der Hilfseinsatz war eine Kooperation zwischen der Diakonischen Initiative und
anderer Initiativen. Diese Zusammenarbeit gestaltete sich wie folgt: Während die Diakonische
Initiative die Organisation und Koordination übernahm und auch die Fahrzeuge für den
Transport zur Verfügung stellte, lieferte die Stadtmission Freiburg die humanitären Güter. Die
Evangelische Blindenhilfe stellte Fahrer und Fahrerinnen und Taxi For Solidarity ermöglicht die
Grenzüberführung von Gütern und Menschen. Die Evangelische Landeskirche und das
Diakonische Werk Baden unterstützen mit ihrem Netzwerk und sorgen dafür, dass die
Menschen nach ihrer Flucht hier in Baden auch in entsprechende Einrichtungen aufgenommen
werden.


Neben der Fahrtorganisation übernahm die Diakonische Initiative auch die Vorfinanzierung der
Aktion. Durch Spenden der Stiftung Diakonie, als auch durch Spenden von Evangelischen Kirchengemeinden, konnte die gesamte Fahrt refinanziert werden.

Dies war bereits der zweite Einsatz der Diakonischen Initiative Richtung Ukraine. Eine
vorhergehende Evakuierungsaktion wurde erfolgreich im März 2022 durchgeführt. Einen
detaillierten Bericht darüber finden Sie, zusammen mit Fotoimpressionen der letzten Aktion, auf diesem Link.

 

 

 

 

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